jueves, 22 de septiembre de 2011

An meine Rosinchen...

...Nachdem der Therapeut meinen Fuss elektrisiert (wodurch er mir einen richtigen SCHNÄPPen einjagte!) durchgeknetet und ich die Behandlung bezahlt hatte ging ich in den Supermarkt und SCHNÄPPte mir eine Packung Dinosaurier-Kekse. Schon im Kindergarten hatte ich sie lieben gelernt. Der feine Geschmack nach Butterkeks beruhigte mich ein bisschen.
"So, ich sollte mich mal melden..." dachte ich während ich das Handy aus der grossen Tasche grub. Dieses Riesending SCHNÄPPte ich nun schon den ganzen Nachmittag mit mir herum und irgendwie war ich mir nicht mehr so sicher ob sich der ganze Stress überhaupt gelohnt hatte...
-Ja, hi! Ich bins-stammelte ich ins Telefon als er endlich dranging-Hab mich nur so gefragt ob das heute Abend noch was wird?
-Leider muss ich noch bis zehn arbeiten und dann habe ich Trainig-antwortete er-Wie geht's dem Fuss? -Hm...ja, besser-sagte ich nur.
-Ok, ich ruf Dich dann nach dem Trainig so gegen zwölf an.
-SCHNÄPP, geht klar, bye!
Wir legten auf. Was für ein SCHNÄPP! Aus irgend einem Grund fühlte ich mich gerade so richtig verSCHNÄPPelt. Warum hatte er mich nicht vorher angerufen? Wenn er Mittags arbeitete hatte er doch am Morgen frei. Wäre da keine Zeit gewesen für einen kleinen Anruf?
Ich pulte noch ein Stück Keks aus dem kleinen Tütchen. Noch nie war ich wegen ihm so eingeSCHNÄPPt gewesen. Und überhaupt war es das erste Mal dass ich mich über ihn ärgerte. Andererseits...was hatte ich davon? Schliesslich war es ja nichts ernstes und in wenigen Wochen waren wir sowieso beide weg vom Fenster.
Ich zuckte die Achseln (SCHNÄPP! Fast wäre meine Riesen-Tasche heruntergerutscht! Schnell liess ich sie zuSCHNÄPPen, bevor noch etwas herausfiel) und fing an durch die Stadt zu bummeln. Furchtbar diese ganzen Autos mit ihren Abgasen! Ganz zu schweigen von den lärmenden Bussen, LKW's und was sonst noch alles panisch durch die Strassen herumkurvte. "Nicht einmal frische Luft kann man hier SCHNÄPPen!" dachte ich, während ich einen Hund beobachtete der an der nächsten, längst vollgepinkelten Ecke herumSCHNÄPPelte. Es lag auch andauernd Dreck herum. Entweder Zigerettenkippen oder alte Kaugummis und PapierSCHNÄPPsel...das Leben auf der Insel war doch recht einfach gewesen. Fast überall konnte man barfuss oder mit leichten Schuhen gehen. Mein Bett musste ich nicht jeden Tag machen, denn es gab keine Decke oder so mit der ich mich zugedeckt hätte. Auch eine Tasche hatte ich selten getragen. Und was das Wetter betraf...ich zog meinen grauen Strickmantel enger und vergrub die Hände in den Ärmeln indem ich sie zu Fäusten ballte. "Ein SCHNÄPPschen zum warm halten wäre jetzt auch nicht so übel..." dachte ich noch während ich fröstelte.
Nach zehn Minuten Fussmarsch kam ich am CD-Laden vorbei. Wenigstens war es hier warm. Meine Finger waren so kalt dass ich nicht einmal mehr zu der einfachen Melodie SCHNÄPPen konnte die im Hintergrund lief. Was ich jetzt brauchte war Trost, Hilfe und Inspiration. Und diese Dinge konnten nur vom wahren Meister kommen...
Binnen 30 Sekunden hatte mich mein Radar wie immer zuverlässig zum richtigen Ziel gebracht: vor mir befand sich eine kleine Ansammlung von 2PAC-CD's. Wenn mir Jemand helfen konnte, dann er. Schliesslich handelte es sich um den grössten SCHNÄPPer aller Zeiten! Sogar Analphabeten hatten ihn zu lieben gelernt. Schnell durchwühlte ich sie und genoss dabei das feine SCHNÄPPern von aufeinander schlagenden Hüllen. Endlich hatte ich die richtige in der Hand! "PAC's Life" und "Loyal to the game" zusammen für nur 11,99 Euro! Das war ja ein super SCHNÄPPchen!
Fast SCHNÄPPte ich über als ich an der Kasse stand. Ich konnte es kaum erwarten beide Alben in mein SCHNÄPPtop zu importieren! Wäre mein Fuss in Ordnung gewesen, so hätte ich garantiert mitten im CD-Laden einen wilden SCHNÄPPtanz organisiert...

No hay comentarios: